Der Verband Deutscher Einsatzveteranen e.V. hat 2025 bei uns einen Imagefilm in Auftrag gegeben. Der Vereinszweck des BDV e.V. umfast die unbürokratische Hilfe für Soldaten, die weltweit in Auslandseinsätzen der Bundeswehr tätig waren.
Hintergrund:
Viele Einsatzsoldaten, insbesondere aus der Infanterie mit Kampferfahrung, kehren mit Einsatzschädigungen nach Hause zurück. 20 % leiden unter psychischen Spätfolgen aufgrund ihrer Einsatzerlebnisse. Bei insgesamt einer halben Million Männer und Frauen, die Deutschland über Jahrzehnte in Auslandseinsätze entsandt hat, handelt es sich um eine große Gruppe von Menschen, die zum Teil arbeitsunfähig und erkrankt sind. Die Suizidrate unter ihnen ist hoch. Der BDV e.V. betreibt ein rund um die Uhr erreichbares Notfalltelefon für sie und verfügt deutschlandweit über 150 Fallmanager, die sich um Kameraden und Kameradinnen in Not kümmern. Alle ehrenamtlichen Helfer haben selbst einen soldatischen Hintergrund und waren in Auslandseinsätzen, sodass sie einen besonderen Zugang zu hilfesuchenden Kameraden und Kameradinnen haben.
Zum Film:
Der Film hatte das strategische Ziel, vor allem Soldaten in Not anzusprechen und sie dazu zu ermutigen, die Notfallhilfe des BDV e.V. in Anspruch zu nehmen, bevor es möglicherweise „zu spät“ ist. Er ist prominent auf der Startseite der Internetpräsenz des BDV e.V. platziert und wird auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen des BDV e.V. genutzt. Er dient ebenfalls als Imagefilm für die Lobbyarbeit in der Politik und zur Einwerbung von Spendengeldern.
Weitere Verwendung
Die Premiere des Films gestaltete sich als ein außergewöhnliches Ereignis: Er wurde im Rahmen eines Bundesliga-Eishockeyspiels in einem restlos gefüllten Stadion auf einer riesigen LED-Leinwand präsentiert. Dieser unkonventionelle Rahmen ermöglichte es, ein breites und sportbegeistertes Publikum auf den Film aufmerksam zu machen.
Zeitgleich zur Vorführung im Stadion erfolgte die offizielle Veröffentlichung des Films auf sämtlichen Social-Media-Kanälen des Bundes Deutscher Veteranen (BDV) sowie auf der verbandseigenen Internetseite. Diese parallele Online-Strategie gewährleistete eine maximale Reichweite und Zugänglichkeit für Interessierte.
Ergänzend zum Hauptfilm wurden aus dem umfangreichen Interviewmaterial mit den Protagonisten sieben prägnante Kurzbeiträge im aufmerksamkeitsstarken Hochformat geschnitten. Diese Mini-Episoden erhielten den Titel „Unsere Paten – Unsere Helden“ und stellten in jeweils unter 30 Sekunden die persönliche Motivation der Protagonisten in den Mittelpunkt, sich ehrenamtlich beim BDV zu engagieren.
Über die darauffolgenden Wochen wurden diese Kurzbeiträge sukzessive als Mini-Serie auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen des BDV veröffentlicht. Diese strategische Ausspielung über einen längeren Zeitraum trug dazu bei, die Thematik des Films kontinuierlich präsent zu halten und das Engagement der Paten hervorzuheben.
Die Protagonisten
Die größte Herausforderung für die Regie lag in der sorgfältigen Vorbereitung des Projekts und insbesondere in der sensiblen Auswahl der Protagonisten. Ein zentrales Anliegen war es, für die Aussagekraft und die visuelle Wirkung des Films authentische Persönlichkeiten zu gewinnen, die bewusst keine Erfahrung im Medienbereich mitbringen sollten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, fand im Vorfeld ein aufwendiges Casting statt, das zahlreiche ausführliche Vorgespräche beinhaltete.
Alle ausgewählten Protagonisten eint ein gemeinsamer soldatischer Hintergrund. Für den Drehtag reisten sie aus verschiedenen Teilen Deutschlands an. Ihr Engagement zeigt sich auch in ihrer teils ehrenamtlichen Tätigkeit als sogenannte Paten oder Einzelfallhelfer für den Bund Deutscher Veteranen (BDV). Diese Motivation und persönliche Verbindung zum Thema trugen maßgeblich dazu bei, dass sie dem Film bereitwillig ihr Gesicht und ihre Geschichten gaben.
Description
Der Film wurde in einem hochauflösenden 4K-RAW-Format mit dem Einsatz von zwei Kameras realisiert. Die intensiven Dreharbeiten konzentrierten sich auf einen einzigen Tag und fanden in den Almost-Studios im lebendigen Berliner Stadtteil Kreuzberg statt.
Die Aufnahmen erfolgten in einer klassischen weißen Hohlkehle. Das bewusst klein gehaltene Team umfasste lediglich fünf engagierte Personen: die Regie, eine unterstützende Regieassistenz, zwei versierte Kamerapersonen sowie die Maske. Letztere übernahm neben ihrer klassischen Aufgabe auch eine wichtige psychologische Funktion, indem sie die Protagonisten unmittelbar vor den Drehsituationen auf freundschaftliche Weise auflockerte und ihnen half, eventuelle Nervosität abzulegen.
Die Postproduktion, einschließlich des anspruchsvollen Motiondesigns und des detaillierten Color Gradings, beanspruchte einen Zeitraum von etwa sechs Tagen. Diese wichtigen Schritte wurden hauptsächlich mit der professionellen Software DaVinci Resolve durchgeführt. Nach der Fertigstellung der ersten Schnittfassung erwies sich keine weitere Korrekturschleife als notwendig, was die Effizienz und die präzise Vorarbeit des Teams unterstreicht.
Details
Services
Full-Service-Filmproduktion
Client
Bund Deutscher Einsatzveteranen e.V.
RoleVerantwortliche Produktionsfirma
Date March 2025